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Vierte industrielle Revolution beginnt in der Schule

Projekt „Industrie4.0@school" auf der Hannovermesse

Industrie4 0ZVEI1Aller guten Dinge sind drei: Zum dritten Mal in Folge hatte ein Team der BBS David-Roentgen-Schule Neuwied auf Einladung des ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.) die Möglichkeit, ein Technikprojekt einem internationalen Publikum vorzustellen.

Das zentrale Thema der Hannovermesse 2015 lautet „Industrie 4.0" und wird in Fachkreisen bereits als „4. Industrielle Revolution" gehandelt. Die Idee ist hierbei die Vernetzung möglichst aller Produktionsprozesse auch über das Internet (Cloud) mit dem Ziel einer intelligenten Individualisierung der Produktion hin zu einer kundenorientierten Fertigung. Die technologischen Herausforderungen und Möglichkeiten wurden von den großen Unternehmen auf der Messe in verschiedensten Ansätzen dargestellt.
Deutlich wurde im Kontext dieses technologischen Wandels, order besonders betont auch von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel im Rahmen der Podiumsdiskussion zur Eröffnung der „Plattform Industrie 4.0", der hohe Anspruch an die zukünftige Fachkräfteausbildung.
Diese Aufgabenstellung erkannte ein Team aus Lehrern und Schülern der David-Roentgen-Schule bereits im Herbst 2014, um das Lernmodell „Industrie4.0@school" zu entwickeln und aufzubauen. Im Verlauf der Arbeiten wurde schnell deutlich, dass zunächst die einzelnen Merkmale von „Industrie4.0" herausgearbeitet werden müssen. Entstanden sind nun zunächst sieben Lernmodule, die jungen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben sollen, sich von verschiedenen Seiten, basierend auf individuellen Interessen und Fähigkeiten, der Thematik Industrie 4.0 annähern zu können. Lernmodule sind hierbei beispielsweise „App-Programmierung", „RFID-Technik", „ERP (Enterprise Resource Planning)" als auch „Robotik" und „SPS-Technik". Der technische Anspruch des Projektes erforderte die Beteiligung verschiedener Klassen in unterschiedlichen Ausbildungsniveaus, von den Mechatronikern im ersten Lehrjahr bis hin zu Technikern im Abschlussprojekt.
Erkennbar wurde hier, dass durch Industrie 4.0 die zukünftigen kommunikativen Anforderungen nicht nur technologisch steigen werden. Insbesondere die genaue Definition von Schnittstellen muss zu einer gemeinsamen Sprache und Standards führen, die diese Initiative im internationalen Wettbewerb zügig voranbringen soll. Der erste Entwurf des Lernmodells konnte nun auf der Hannovermesse auf dem Hauptstand des ZVEI präsentiert werden.
Bereits vom ersten Messetag an war das Projekt ein Besuchermagnet, insbesondere bei Experten aus der deutschen Industrie als auch bei internationalen Besuchern, was zeigt, dass technologische Neuerungen automatisch die Frage aufwerfen, wie man junge Menschen hierfür interessiert, mit dem Ziel, neue Fachkräfte anzuwerben und auszubilden.
An dieser Stelle muss darauf hingewiesen werden, dass die Realisierung eines solchen Projekts ohne die Unterstützung von tatkräftigen Sponsoren nicht denkbar ist. In Gesprächen auf der Messe rund um die bildungsorganisatorische Thematik solcher Arbeiten fällt natürlich der Begriff „Kompetenzzentren Industrie 4.0". Die David-Roentgen-Schule Neuwied wäre hier bereits sehr gut aufgestellt und hätte dann verstärkt die Möglichkeit, die Kooperation mit starken Partnern zu konkretisieren und weiter auszubauen.
Nach seiner Rückkehr aus Hannover wird das Projekt in den nächsten Monaten von den beteiligten Lehrern mit den Schülerinnen und Schülern weiter entwickelt werden.

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Auch Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries besuchte die Schüler am Stand und ließ sich das Projekt der DRS erklären.