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Kompetenzen im Focus

  • Posted on:  %PM, %10 %597 %2018 %14:%Nov
  • Written by  Michael Hohmann

Kompetenzanalyse Profil AC in der Berufsfachschule 1 durchgeführt

Die Einführung des Verfahrens Kompetenzanalyse Profil AC Rheinland-Pfalz ist ein Projekt, das vom CJD Offenburg und der MTO (Psychologische Forschung und Beratung GmbH Tübingen) entwickelt wurde und als Projekt des Bildungsministeriums in Rheinland-Pfalz geführt wird. Es geht darum, bei Schülerinnen und Schülern überfachliche, berufsrelevante Fähigkeiten wie Teamfähigkeit, Auffassungsgabe und logisches Denken zu analysieren und festzustellen, worin die besonderen individuellen Stärken bestehen. So kann individuelle Förderung wesentlich individueller und zielgerichteter durchgeführt werden. Ebenso kann die Suche nach geeigneten Ausbildungsmöglichkeiten aufgrund ihrer individuellen Profilergebnisse optimiert werden.
Für Lehrerinnen und Lehrer bieten sich Chancen, neue Erkenntnisse über die Lernenden zu erhalten und mit den Eltern bei Interesse in einen konstruktiven, faktengestützten Dialog einzutreten.

Wie werden die Kompetenzen ermittelt?

Profil AC klein2Es gibt verschiedene sogenannte „Instrumente“, die zur Anwendung kommen. Dazu gehören Fragebögen, die ausgefüllt werden, Übungen, die online am PC in vorgegebenen Zeitrastern absolviert werden müssen. Darüber hinaus gibt es konkrete praktische Übungen in Kleingruppen wie z.B. der Bau eines Turmes oder einer Murmelbahn aus Papier. Die Einzelübungen geben weitere Einblicke, hier kann es das Basteln einer Papierbox nach vorgegebenen Kriterien oder das Erstellen von Kleiderbügeln aus Metall sein. Immer geht es auch um die Herangehensweise der Schülerinnen und Schüler, solche Aufgabenstellungen zu lösen, durchzuhalten, selbstständig zu korrigieren und letztlich den Arbeitsplatz wieder sauber und aufgeräumt zu verlassen.
Im Vorfeld standen Vorbereitungen des extra für diese Aufgabe ausgebildeten und zertifizierten Lehrerteams, bestehend aus Thomas Möller, Lutz Günther, Nils Schack und Michael Hohmann sowie unserer Sozialarbeiterin Colette Lösel, die aus einer Fülle von Aufgabenstellungen einzelne auswählen konnten. Diese wurden vorbereitet durch Bereitstellung von Material, der Organisation von Räumen, der Planung einer ressourcenoptimierten Durchführung seitens der Lehrerinnen und Lehrer, die dafür viel unterrichtsfreie Zeit investiert haben. Abschließend wurden die Ergebnisse nach einer Auswertung im PC als Profil auf einem „Zertifikat“ ausgegeben und im Rahmen eines Lehrer-Schüler-Gesprächs besprochen.
„Ich habe mir immer schon gedacht, dass ich das gut kann“, sagte ein sichtlich beeindruckter Schüler, nachdem seine gute Teamfähigkeit zum Ausdruck kam. Das Durchhaltevermögen beim Lernen sehr positiv sein kann und nicht mit Trägheit verwechselt werden sollte, nahm ein anderer dankbar zur Kenntnis.
So mündete manches Gespräch in eine interessante Vielfalt, wohin die schulische „Reise“ oder eine duale Ausbildung gehen kann.
Es ist ein neuer Weg, schwerpunktmäßig nicht nach den Schwächen, sondern nach den individuellen Stärken zu schauen.

Zusammengefasst: Das Lehrerteam war sich einig: Wir sollten das auch in anderen Klassen der Berufsfachschule machen, das hilft den Schülerinnen und Schülern, aber auch uns.

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